
Peter Engelhardt wurde 1959 in Nürnberg geboren und lebt als freischaffender Maler in Dresden. Nach Praktika im Graphischen Gewerbe und als Kirchenmaler/Restaurator studierte er Freie Malerei und Grafik an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg. Nach Schaffensphasen in den klassischen Sujets Landschaft, Portrait, Stilleben wandelte sich 2003 sein künstlerisches Schaffen – berührt von der Qualität der Zeit und beeinflußt von mystisch-spirituellen Erlebnissen, entstanden die ersten Marien-Bilder. Bald eröffnete sich dem Maler das weite Pantheon weiblicher Gottheiten – ein Nachhausekommen in lange verlorene und abgespaltene Ebenen der Seele und in die Heilung. In wiederentdeckter Ganzheit berührt das Leben in weiblicher Gestalt – die tausend Gesichter der Shakti-Devi...
Vielfältig wie das Leben selbst zeigen sie sich in den zahlreichen Gemälden, in denen die Quelle des Lebens und Seins als Ikone der weiblichen Göttlichkeit erscheint. Die erotische und die sakrale Ebene gehen eine natürliche Verbindung miteinander ein und sind eine gemalte Liebeserklärung an die Schönheit weiblicher Schöpferkraft.
Im Göttinnen-Zyklus spiegelt sich der immer wechselnde Fluß des Lebens in den sinnlich, farbigen Körpern und in dem Raum, der sie umfließt. Die den Bildern einverwobene Symbolik nimmt Bezug auf Göttinnen verschiedenster Traditionen und Kulturen - zB der hinduistischen, der buddhistischen, der kashmirisch-shivaitischen, der germanisch-keltischen und der ägyptischen - frei spielerisch, ohne an einem Dogma irgend einer Religionsgemeinschaft zu haften.
Peter Engelhardt
1959 - Geboren am 10. Oktober in Nürnberg
1971 - 1978 - Peter-Vischer-Gymnasium/Nürnberg
1978 - 1980 - Praktikum im graphischen Gewerbe
1981 - Fachabitur Gestaltung
1981 Praktikum als Kirchenmaler / Restaurator
1981 - 1988 Studium der Freien Malerei und Grafik
an der AKADEMIE DER BILDENDEN KÜNSTE NÜRNBERG
seit 1988 - freischaffender Maler und Grafiker
2002 - Astrologieausbildung
Atelier in Nürnberg und Dresden
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"Wo immer in der Welt ein weiblicher Körper erscheint,
sollte er als mein heiliger Körper erkannt werden."
(aus dem Vajrayogini-Tantra)
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Mahamudra
- zu nah, um erkannt zu werden
- zu tief, um erfasst zu werden
- zu einfach, um geglaubt zu werden
- zu wunderbar, um von der Intelligenz begriffen zu werden
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Geburt – Blüte – Tod
Das dreigliedrige kosmische Urprinzip – das Schöpferische, das Bewahrende und das Wandelnde (Geburt – Blüte – Tod) - sind EINS.
Die rote, die weiße und die schwarze Göttin stellen als Symbol dieser untrennbaren Dreiheit LEBEN in seiner Ganzheit dar.
In der hinduistischen Tradition hat die Göttin sogar unzählige Gesichter und Namen.
Kunst ist immer auch die Sehnsucht nach dem Göttlichen – nach Gott/Göttin.
Lange Zeit schon fühlt sich der Mensch durch sein Verstandesbewusstsein und die Abspaltung der Anima, des weiblichen Seelenanteiles von dieser Schöpfer-Energie getrennt.
Die Wunden, die der Gaia, unserer Mutter Erde, in den vergangenen Jahrtausenden patriarchalischer Kultur durch dieses Mangelbewusstsein geschlagen wurden, scheinen nahezu unheilbar. Analog dazu die Wunden unseres weiblichen Seelenanteiles, unserer Anima.
Erst wenn wir der weiblichen Energie in uns wieder Gleichwertigkeit, Aufmerksamkeit und Achtsamkeit verleihen, uns mit ihr wieder verbinden, kann Ganzheit, kann Heilung unseres Körpers, unserer Seele und der Erde geschehen.
Peter Engelhardt

Arbeit an einem Auftragsbild 2009
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Eros und Kreativität
Kunst und Liebe bedingen sich gegenseitig. Wo Liebe nicht lebt, kann Kunst nicht entstehen.
Eros ist die Antriebskraft meines künstlerischen Schaffens. Eros IST kreative Urkraft, ist Lebendigkeit - durchströmt mich bis in alle Zellen meines Körpers.
Das Wunderbarste, was wir auf der Erde erfahren können, ist unsere Schöpfer-Energie – die Shakti. Sie manifestiert sich in allem Lebendigen – in Pflanze, Tier und im Menschen. Auch in scheinbar Totem – den Mineralien – und in den Elementen – Wasser, Feuer, Luft, Erde und dem Raum. So ist alles im Kosmos durchdrungen von Shakti.
Und ich kann sie im eigenen Körper spüren, wenn ich vor der Schönheit einer ihrer Erscheinungsformen erschauere – ein Vibrieren, das wie eine Welle von flüssigem Gold durch meinen Körper strömt. Beim Anblick von Schönheit – einer schönen Frau, dem Sternenhimmel oder eines Kunstwerkes. In diesem Moment fühle ich mich EINS mit dem unendlichen Raum – löst sich meine Vorstellung, mein Gefühl von Getrenntsein auf.
Indem ich mich dem kreativen Prozess des Malens hingebe, mich dem Fluß der Energie öffne, bin ich bewusst in Verbindung mit Shakti, der Lebensenergie (die niemals abwesend ist). Sie wirkt durch mich – und schafft manchmal Bilder von unergründlicher Schönheit – im Ausdruck der Augen, des Blickes einer Göttin oder den vibrierenden rot-rosa-violetten Wellen, die sie umfließen.
Die Energie der Göttin ist in jedem Pinselstrich, in jeder Farbe, in jedem Stern, in jeder Nuance.
„I am bewildered by the magnificence of your beauty and wish to see you with a hundred eyes...“ (Rumi)
Jedes Bild ist ein Akt der Liebe - eine Verneigung vor dem Göttlich-Weiblichen, vor der Kraft der Lebendigkeit. Es ist die Erfahrung von EinsSein.
Kunst und Liebe stehen einander sehr nahe. Beide können nicht „gemacht“ werden. Wir können uns ihnen nur hingeben und dadurch die Erfahrung eines Größeren – jenseits der Grenzen unseres menschlichen Verstandes machen. In der hinduistischen Tradition ist Bhakti-Yoga (der Weg der Hingabe) die gelebte Hingabe an das Große Sein.
Es ist das Berühren und gleichzeitig das Berührtsein und das Erfahren eines Größeren, das über die beiden Teile - Liebender und Geliebter – Maler und Leinwand – hinausgeht.
„Sind Liebe und Liebender erst einmal eins geworden, sind beide beides, Gebender und Gabe“
(Rumi)
Die Schönheit des Anblicks und die Sehnsucht im Inneren fließen zusammen und finden ihren Ausdruck in meinem Medium „Farbe“ - verschmelzen in einem Augenblick mit dem Kosmos. Es sind dies Momente des Nicht-GetrenntSeins, des Fließens im Raum. Ich empfinde sehr viel Dankbarkeit, das erleben und spüren zu dürfen.
„The experience of creativity is an entry into the mysterious. Technique, expertise and knowledge are just tools. The key is to abandon oneself to the energy that fuels the birth of all things. This energy has no form or structure, yet all the forms and structures come out of it. The important thing is to be open to what wants to be expressed through you.”
(Osho)
Wenn wir es zulassen, kann die Energie der Göttin auch in die alltäglichen Handlungen unseres Lebens einfließen. Und dann können sich Dinge von großer Schönheit durch uns gestalten – in den verschiedenen Ebenen unseres Daseins – in unseren Beziehungen, in unserem Beruf – überall da, wo Menschen zusammenkommen und sich begegnen.
Peter Engelhardt
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„Angesichts von Schönheit findet immer ein Wiedererkennen statt, denn sie lockt uns hinaus in den Kosmos und löst die Bindung ans Ego auf. Wenn wir Musik hören oder vor einem Gemälde stehen, lösen wir uns auf - und unser Gefühl von Getrenntheit verschwindet.“
(Daniel Odier)
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Literatur, die mich inspiriert hat:
• Die Upanishaden, der Basis-Text der hinduistischen Tradition
• Die Lehre von Ramana Maharshi, Jiddu Krishnamurti und
anderen Advaita-Lehrern
• Alle Texte von Rumi, einem Mystiker in der Tradition der Sufi
• Die Lehre von Daniel Odier und Parvathi Nanda Nath
• Die Upanishaden, der Basis-Text der hinduistischen Tradition
• Die Lehre von Ramana Maharshi, Jiddu Krishnamurti und
anderen Advaita-Lehrern
• Alle Texte von Rumi, einem Mystiker in der Tradition der Sufi
• Die Lehre von Daniel Odier und Parvathi Nanda Nath
- Daniel Odier: “Tantra - Eintauchen in die absolute Liebe - Eine Initiation im Himalaya”, Aquamarin Verlag, Grafing 2005
“Die Ekstase des Herzens - Der tantrische Weg zum Erwachen”, Aquamarin Verlag, Grafing 2005
“Tantra Yoga - Der Weg zur höchsten Erleuchtung”, Diederichs Gelbe Reihe, München 2006
“Das entflammte Herz”, Aquamarin Verlag, Grafing 2009
“Begierde., Leidenschaft & Spiritualität”, Edition Innenwelt GmbH 2009
• Marko Pogacnik: “Die Tochter der Erde”, AT-Verlag, Aarau 2002
• Marko Pogacnik: “Die Landschaft der Göttin”, Diederichs, München 1993


